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Roboterunterstützte Operationen („da Vinci“-System)

Seit Anfang September 2009 ist das weltweit modernste OP-Verfahren an der Urologischen Klinik am Klinikum Worms im Einsatz: der computergestützte OP-Roboter „da Vinci“. Dabei handelt es sich um einen Computer-assistierten Operations-Roboter der neuesten High End-Version, die derzeit bundesweit nur an wenigen Kliniken vertreten ist.

Das System besteht aus zwei wesentlichen Komponenten: der Steuerkonsole und den Roboterarmen.

 

  

Der Operateur sitzt etwa 3 Meter vom OP-Tisch entfernt an der Steuerkonsole. Computer-assistiert führt der OP-Roboter die an der Konsole vorgenommenen Bewegungen des Operateurs endoskopisch (minimal-invasiv), d.h. mit über kleine Röhrchen eingeführten Instrumenten,  im Körper des Patienten aus.

  

Dabei werden aus größeren Handbewegungen kleine Instrumentenbewegungen; bedingt durch die feineren, exakteren Bewegungen der Mikro-Instrumente resultiert daraus eine wesentlich größere Präzision als bei bisherigen Verfahren. Eine Spezialkamera liefert ein hoch auflösendes dreidimensionales Videobild des OP-Feldes in 10-facher Vergrößerung.

  

Die dreidimensionale Beweglichkeit der Instrumente verschafft dem Operateur bisher ungeahnte Freiheitsgrade im Körper des Patienten. Daher kommt der erhebliche Nutzen des Operations-Roboters Insbesondere bei sehr schwierigen Eingriffen zum Tragen.

Aber allein der erfahrene Operateur mit seiner Hand entscheidet, wo geschnitten und präpariert wird. Eine eigenständige Bewegung des Systems ist nicht möglich. Der Roboter unterstützt lediglich den Operateur und verhilft ihm zu wesentlich mehr Bewegungsfreiheit und Präzision.

Ein Beispiel für die rasante Entwicklung der Roboter-assistierten OP-Technik ist die radikale Entfernung der Prostata (die sog. radikale Prostatektomie) bei Prostatakrebs. Bei dieser häufigsten Krebserkrankung des Mannes ist die Operation in der Mehrzahl der Fälle die Therapie der Wahl. Hier hat das „da Vinci“-System die operative Behandlung revolutioniert. Denn bei diesem Eingriff kommen die Vorteile der da Vinci-OP-Technik ganz besonders zum Tragen - nämlich beim Erhalt der wichtigen Funktionen Kontinenz und Potenz bei gleichzeitig besserer Tumorkontrolle. Mit Hilfe der wesentlich exakteren OP-Technik können nämlich die für die erektile Funktion verantwortlichen Nervenbündel beidseits der Prostata  - wenn vom Tumor her möglich - sehr gut erhalten werden.

Denn die computer-assistierte und robotisch unterstütze Knopfloch-Chirurgie erhöht dabei die intraoperative Präzision erheblich und verbessert damit gerade bei diesem sehr anspruchsvollen Eingriff die Ergebnisse für den Patienten ganz entscheidend.

Im Gegensatz zu manchen anderen Kliniken entstehen am Klinikum Worms - unabhängig vom Versichertenstatus -   keine Zusatzkosten für den Patienten.

© Klinikum Worms gGmbH, letzte Änderung: 04.06.2013