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Leistungen

In der Frauenklinik werden pro Jahr ca. 4.000 Patientinnen stationär behandelt, in den verschiedenen Sprechstunden und Ambulanzbereichen finden nochmals so viele ambulante Untersuchungen statt. Nachfolgend finden Sie nähere Angaben zu den einzelnen Bereichen der Frauenklinik am Klinikum Worms. 

Geburtshilfe

Die Zahl der Geburten in der Frauenklinik liegt bei etwa 1.600 pro Jahr. Hierin enthalten sind etwa 200 Frühgeburten, 50 Zwillingsgeburten, aber auch eine große Anzahl von völlig normalen Geburten aus risikofreien Schwangerschaften.
Zusammen mit der Kinderklinik ist ein Level-I-Perinatalzentrum (http://www.klinikum-worms.de/perinatalzentrum.html) der höchsten Versorgungsstufe vorhanden, da wissenschaftlich Einigkeit darüber besteht, dass die Chancen für Risikokinder und Frühgeborene besonders hoch sind, wenn sie nach der Geburt nicht verlegt werden, sondern in einem entsprechenden Zentrum zur Welt kommen. Aus diesem Grunde ist der Einzugsbereich der Frauenklinik für Risikoschwangerschaften besonders groß. Aber auch bei normal verlaufenden Schwangerschaften gibt es in fünf bis zehn Prozent der Fälle plötzlich einsetzende Komplikationen oder Notlagen, die nicht vorhersehbar sind. Daher ist es für alle Gebärenden wichtig, in einer Klinik zu entbinden, die rund um die Uhr auch auf diese Notfälle eingestellt ist. Hierin sehen wir eine wesentliche Aufgabe unserer Arbeit. Diese wird uns dadurch erleichtert, dass die Neugeborenen-Intensivstation, auf der 24 Stunden am Tag ein Kinderarzt arbeitet, in direkter Nachbarschaft zum Kreißsaal und zum Operationsbereich untergebracht ist (sog. "Wand-an-Wand-Lösung").
Neben der Wahrung eines hohen medizinischen Niveaus, welches die sich uns anvertrauenden Patientinnen selbstverständlich erwarten dürfen, sind wir bemüht, in der gesamten Geburtshilfe eine vertrauensvolle und ruhige Atmosphäre zu schaffen und die Wünsche der werdenden Eltern zu berücksichtigen. In jeder Schicht arbeiten bei uns zwei bis drei Hebammen, so dass wir auch dann, wenn mehrere Frauen unter der Geburt sind, ein intensives Betreuungsklima sicher stellen können.
Im Kreißsaal befinden sich vier Entbindungsräume sowie vier weitere sogenannte Wehenzimmer, eine Geburtsbadewanne sowie eine geburtshilfliche Notfallambulanz. Alle denkbaren Geburtspositionen können bei uns realisiert werden, die Entbindung im Wasser erfreut sich zunehmender Beliebtheit, aber auch vertikale Geburtspositionen, die Geburt auf dem Hocker und die Geburt im Roma-Rad gehören zu unserem Spektrum. Noch in diesem Jahr wird der gesamte Kreißsaalbereich von einer renomierten Innenarchitektin neu gestaltet. Demnächst werden Sie an dieser Stelle die neuesten Fotos aus diesem Bereich und ganz aktuelle Informationen finden.

Informationen für werdende Eltern bieten wir an im Rahmen unserer Geburtsplanungs-Sprechstunde, zu der jede Frau überwiesen werden kann, im Rahmen der Schwangerenvorbereitungskurse, der Hebammensprechstunde (501-3560) sowie eines Informationsabends. Termine können telefonisch über das Sekretariat der Klinik (Tel. 501-3500) für die Geburtsplanungs- Sprechstunde und über den Kreißsaal (Tel. 501-3560) für die Geburtsvorbereitungskurse und Führungen vereinbart werden. Schauen Sie auch bei unserem Zentrum für Gesundheitsförderung - Elternschule nach.

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Betreuung auf Station

Als einzige Klinik in der weiteren Umgebung ist seit dem 1. Januar 2003 ein Konzept der integrativen Wochenbettpflege realisiert. Dieses beinhaltet als Grundidee die Förderung und ganzheitliche Betreuung der Mutter-Kind-Einheit, in dem es kein klassisches Kinderzimmer mehr gibt, sondern Kinderkrankenschwestern, Krankenschwestern und Hebammen gemeinsam auf einer Wöchnerinnenstation mit Kinderstützpunkt zusammenarbeiten. Die medizinischen Befunde und Berichte von Mutter und Kind werden in einer gemeinsamen Akte niedergelegt, so dass alle Befunde immer gleichzeitig verfügbar sind. Die Zusammenarbeit im pflegerischen Bereich wird ergänzt durch die enge Zusammenarbeit zwischen Kinderarzt und Geburtshelfer, die regelmäßig gemeinsame Visiten durchführen.
In Ergänzung hierzu gibt es eine zertifizierte IBCLC-Still- und Laktationsberaterin in diesem Bereich. Die meisten Wöchnerinnen sind mit ihrem Kind in einem Einzelzimmer untergebracht, auch sogenannte Familienzimmer mit Übernachtungsmöglichkeit für den Vater gehören zum Angebot.

Am 08.12.2011 wurden wir als BABYFREUNDLICHES KRANKENHAUS nach den Statuten der Weltgesundheitsorganisation WHO zertifiziert.  Auch hierin spiegeln sich unsere Bemühungen wider, die Interessen von Mutter und Kind bestmöglich zu verbinden und zu realisieren. Hierzu gehören auch regelmäßige Fortbildungen unserer Mitarbeiter auf diesem Gebiet. Wir sind das erste Perinatalzentrum in Rheinland-Pfalz und das 3. Perinatalzentrum insgesamt, dass die Auszeichnung als BABYFREUNDLICHES KRANKENHAUS erhalten hat. 

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Wissenschaft

An der Frauenklinik werden ständig mehrere wissenschaftliche Projekte mit klinisch relevanten Themen bearbeitet. Diese werden als Promotionsarbeiten, in Form von wissenschaftlichen Vorträgen auf  Tagungen und als Publikationen in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht. Auch die im Jahr 2013 vor dem Abschluss stehenden wissenschaftlichen Projekte sind bereits aufgeführt. Klinische Wissenschaft bereichert das praktische Arbeiten und eröffnet Einblicke in scheinbar alltägliche Abläufe. Gerade auch dadurch sind viele Verbesserungen  und Überprüfungen der klinischen Vorgehensweisen erst möglich. Das spiegelt unseren Qualitätsanspruch wider.

2000: T. Hitschold: Blutungen in der Schwangerschaft. Notfall 2000;26:562-64

2001: Dr. F. Auffermann: Geburtseinleitung beim vorzeitigen Blasensprung. Inauguraldissertation.

2001: T. Hitschold et al.: Notfallmäßiger Muttermundverschluss bei Fruchtblasenprolaps - eine realistische Option zur Schwangerschaftsverlängerung. Z. Geburtsh. Neonatol. 2001;205:20-26

2001: T. Hitschold et al.: Singuläre Nabelarterie: Einfluss auf das fetale Wachstum und den Dopplerfluss. Ultraschall in Med. 2001;22:17-22

2003: Dr. S. Baum: Über die Zusammenhänge zwischen dem Verlauf der Geburt und einer späteren Harninkontinenz. Inauguraldissertation.

2003:  T. Hitschold: Notsectio innerhalb 20 Minuten - eine Frage der Infrastruktur. Frauenarzt 2003;44:971-72

2004: K. Luais: Was ist wichtig vor, während und nach der Geburt? Eine Befragung von 1112 Wöchnerinnen.
Prämiert mit dem Wissenschaftspreis des Rheinland-Pfälzischen Gynäkologentags 2004.

2004: Dr. V. Naumann: Über die Ursachen des intrauterinen Fruchttods. Inauguraldissertation.

2005: Dr. J. Scharlau: Schulterdystokie. Eine retrospektive Untersuchung an über 16.000 Geburten. Inauguraldissertation.
Prämiert mit dem Wissenschaftspreis des Rheinland-Pfälzischen Gynäkologentags 2006.

2005: T. Hitschold: Die ethische Herausforderung des Einzelfalls. Ethik Med. 2005;17:230-32

2005:  T. Hitschold, K. Luais: Was ist wichtig vor, während und nach der Geburt ? Eine Befragung von 1.112 Wöchnerinnen an der Frauenklinik Worms. Ärzteblatt Rheinland-Pfalz 2005;12:14-20

2006: A. Nixdorf: Perinatologische Ergebnisse eines regionalen Screening-Projektes auf Gestationsdiabetes.
Prämiert mit dem Vortragspreis der Mittelrheinischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe 2006.

2006:  T. Hitschold et al.: Schulterdystokie - Bedeutung der BIP-Thorax-Diskrepanz. Zentralbl. Gynäkol. 2006;128:A18

2007:  C. Kranz: Über die Notwendigkeit einer Ultraschalluntersuchung unmittelbar vor der Geburt. Eine prospektive Untersuchung zur Frage der kindlichen Gewichtsschätzung. Prämiert mit dem Wissenschaftspreis des Rheinland-Pfälzischen Gynäkologentags 2007 und mit einer goldenen Schleife auf dem DGGG-Kongress in Hamburg 2008 und mit dem Vortragspreis des Rheinland-Pfälzischen Gynäkologentags 2008.

2007:  T. Hitschold: Gedanken zum neuen Tarifvertrag für Ärzte und Oberärzte. Arzt u. Krankenhaus 2007;5:153-56

2008:  Dr. K. Luais: Einflussfaktoren auf das Geburtserlebnis und die Zufriedenheit mit Geburt und Wochenbett: Die Befragung eines Geburtsjahrganges. Inauguraldissertation.

2008: T. Hitschold,  J. Grewe: Schulterdystokie, Risikofaktoren und Hinweiszeichen. Z. Geburtsh. Neonat. 2008;212:211-216

2009: Dr. R. Mahouttchi-Hosseini: Über die Ursachen der postpartalen Uterusatonie. Inauguraldissertation.

2009: Dr. A. Nixdorf: Perinatologische Ergebnisse nach Schwangerschaften mit Gestationsdiabetes in Abhängigkeit von der mütterlichen Blutzuckereinstellung. Inauguraldissertation.

2009: Dr. M. Siry: Angiogenese von fibroblastären Tumoren. Intravitalmikroskopische Untersuchungen an DBA-Mäusen.(Inst. f. Pathologie der Universität Mainz und Frauenklinik Worms). Inauguraldissertation.

2010: Dr. C. Kranz: Möglichkeiten und Grenzen der Ultraschallbiometrie unmittelbar vor der Geburt. Eine prospektive Untersuchung. Inauguraldissertation.

2011: C. Kranz,  T. Hitschold: Möglichkeiten und Grenzen der Ultraschalluntersuchung zur Gewichtsermittlung des Kindes unmittelbar vor der Geburt - eine prospektive Untersuchung an 1.127 Schwangeren. Z. Geburtsh. Neonatol. 2011;215:69-76.

2012: S. Lange, B. Ebner, A. Wess, M. Kögel, M. Gajda, T. Hitschold, J. Jung: Echocardiography signs of early cardiac impeirment in patients with breast cancer and trastuzumab therapy. Clin. Res. Cardiol. 2012;101:415-426.

2012: Dr. S. Bombar: Schmerztherapeutische Effekte peripherer Nervenblockaden nach Sectio caesarea. Inauguraldissertation.

2012: A. Jungmann: Stellenwert des Mamma-MRT im Rahmen der Differenzialdiagnostik des Mamma-Ca. Vortragspreis des Rheinland-Pfälzischen Gynäkologentags 2012.

2013: I. Psyraki: Retrospektive Analyse der Thermo-Endometriumablation. Inauguraldissertation.

2013: S. Züfle: Sentinel-Lymphknotenbiopsie beim Mammakarzinom - Erarbeitung eines Protokolls zur Erzielung einer  optimalen Detektionsrate. Inauguraldissertation.

2013: L. Hunold: Was bewirkt die Langzeittokolyse bei der Verhinderung der drohenden Frühgeburt ? Eine retrospektive Fallstudie.

 

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Gynäkologie

Die Schwerpunkte der Frauenklinik liegen hier in den Bereichen
• Karzinombehandlung der Brust und des inneren Genitale
• Brustzentrum und Onkologisches Zentrum
• Senkungszustände und Harninkontinenz
• minimalinvasive endoskopische Verfahren 

Etwa 250 neue Mammakarzinom- Patientinnen jährlich werden hier betreut, wobei sämtliche Verfahren der Diagnostik (hoch auflösender Ultraschall, Farbdopplersonografie, high jet Stanzbiopsie, minimalinvasive Entfernung von Tumoren in Lokalanästhesie mit dem Mammotome) zur Verfügung stehen, aber auch in der operativen Behandlung von der brusterhaltenden Operation bis hin zu plastisch-chirurgischen Eingriffen und in der gesamten Nachbehandlung inklusive der ambulanten Chemotherapie zahlreiche Möglichkeiten bestehen. Schauen Sie auf die Seite des Brustzentrums für mehr Informationen.
Im Bereich der minmalinvasiven gynäkologischen Verfahren ist die diagnostische und operative Laparoskopie (Bauchspiegelung) sowie die diagnostische und operative Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) sowie Verfahren zur Abtragung oder Verschorfung der Gebärmutterschleimhaut bei Blutungsstörungen (THERMACHOICE) etabliert. Auch innovative Verfahren der Gebärmutterentfernung wie die laparokopisch assistierte vaginale Hysterektomie (LAVH), die totale laparoskopische Hysterektomie (TLH), die supracervicale laparoskopische Hysterektomie (LASH), die laparoskopische Myomenukleation oder der Einsatz von Ultraschall-Schneidemessern (ULTRACISION, LIGASURE) für die nahtfreie vaginale Hysterektomie gehören zum Angebot. Alle diese Verfahren verbessern die Veträglichkeit für die Patientin im Vergleich mit der normalen klassischen Gebärmutteroperation und reduzieren die Verweildauer im Krankenhaus. Außerdem erhalten die die Beckenbodenstabilität. Diese innovativen Verfahren ersetzen daher zunehmend die klassischen Operationsmethoden.
Descensus und Harninkontinenz sind ein weit verbreitetes Problem bei Frauen, etwa vier bis sechs Millionen Frauen sind allein in Deutschland hiervon betroffen. Bis vor kurzem standen keine Therapieverfahren zur Verfügung, die eine akzeptable Langzeiteffektivität aufwiesen. Seit einigen Jahren gibt es neue Verfahren in diesem Bereich, so dass wir nun in der Lage sind, mit hohen Erfolgsraten auch diese Krankheitsbilder zu behandeln. Hierzu zählen z.B. die Urethralsuspension mit dem TVT (tension free vaginal tape) bei der Belastungs-Harninkontinenz, die Beckenbodenstabilisierung mit Netzgeweben (PROLIFT) und die vaginale Fixierung bei Scheidenvorfall (AMREICH-RICHTER-Sacropexie). Die Frauenklinik hat sich in diesem Sektor einen Schwerpunkt erarbeitet und führt jährlich etwa 250 bis 300 Eingriffe wegen Senkungszuständen und Harninkontinenz durch. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle ist zur Behebung der Harninkontinenz heute eine Entfernung der Gebärmutter nicht mehr erforderlich.

In der Behandlung von Karzinomen des Genitale umfasst unser Spektrum die Radikaloperation nach Wertheim Meigs, die Operation des Ovarialkarzinoms (Eierstock-Krebs), die pelvine und paraaortale Lymphonodektomie, die Vulvektomie sowie die Versorgung größerer Defekte durch Lappenplastiken. Die Zertifizierung "Onkologisches Zentrum" nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft erfolgte im Sommer 2010. (siehe auch "Onkologisches Zentrum").

Im Bereich der endoskopischen Chirurgie gehört unsere Klinik zu den wenigen Frauenkliniken in Deutschland, die den OP-Roboter daVinci einsetzen (http://www.klinikum-worms.de/da-vinci-op-roboter.html). Unter Zuhilfenahme dieses Gerätes kann man in der Frauenheilkunde Myomenukleationen, Hysterektomien und onkologische Eingriffe wie die pelvine und paraaortale Lymphonodektomie durchführen.  Wir haben im Sommer 2010 mit dieser Operationsmethode begonnen und werden im September 2011 im Rahmen der "Wormser Nachtvorlesung" unsere Ergebnisse nach dem 1. Anwendungsjahr der Wormser Bevölkerung vorstellen. 

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Ambulante Betreuung von Patientinnen

An der Frauenklinik ist ein großer Bereich für pränatale Diagnostik und Therapie etabliert. Dieser umfasst spezielle Ultraschalluntersuchungen des ungeborenen Kindes zum Ausschluss von Fehlbildungen, die Dopplersonografie zur Durchblutungsmessung, die ultraschallmäßige und hormonanalytische Untersuchung der Schwangerschaft im ersten Trimenon zur Abschätzung der Wahrscheinlichkeit von Erbkrankheiten sowie als invasive Prozeduren die Amniozentese, die Chorionzottenbiopsie, die Cordozentese sowie die intrauterine Bluttransfusion. Die Ultraschallabteilung ist zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) entsprechend der erweiterten Stufe DEGUM II und von der Europäischen Fetal Medicine Foundation (FMF) zur Durchführung des Ersttrimester-Screenings. Ein High-End-4D-Ultraschallgerät und 2 weitere Ultraschallgeräte mit farbcodierter Dopplersonographie stehen zur Verfügung.

Chefarzt Prof. Dr. Hitschold ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Materno-fetale Medizin bei derDeutschen Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie 1989. Diese wissenschaftliche Gruppe hat die Standards für die gemeinsame Mutter-Kind-Betreuung bzw. Behandlung im Rahmen von Schwangerschaft und Geburt ins Leben gerufen und wichtige neue Verfahren wie etwa die geburtshilfliche Dopplersonographie zur Durchblutungsmessung des Ungeborenen oder die Pulsoxymetrie zur Sauerstoffmessung bis zur Einführung in die klinische Routine wissenschaftlich begleitet.

Die Betreuung von Schwangeren mit Gestationsdiabetes (GDM) oder Diabetes mellitus (DM) stellt eine besondere Spezialität der Klinik dar. Die interdisziplinäre Kooperation auf hohem Niveau ist selbstverständlich. Zusammen mit den niedergelassenen Frauenärztinnen und Frauenärzten wurde bereits vor vielen Jahren ein Projekt zur Durchführung eines Zuckerbelastungstests während der Schwangerschaft ins Leben gerufen, was zu einer wesentlichen Verbesserung der Entdeckungsrate dieser Schwangerschaftskomplikation in unserer Region geführt hat. Dies wiederum hat die Therapie verbessert, was wiederum den Kindern zugute kam. Die von uns empfohlenen strengen Grenzwerte für die Zuckerverstoffwechslung in der Schwangerschaft wurden durch die große internationale HAPO-Studie im Juni des Jahres 2008 bestätigt.  

Zur Planung der Geburt bei Risikoschwangerschaften führen wir die sogenannte Geburtsplanungs-Sprechstunde durch.

Im Bereich der Gynäkologie gibt es eine Harninkontinenz-Sprechstunde. Die hierfür notwendigen urodynamischen Untersuchungen erfolgen in enger Kooperation mit der Ambulanz der Urologischen Klinik des Klinikums. Eine Sprechstunde für Fragen der Rekonstruktion des Beckenbodens bei Senkungszuständen wird angeboten. Hier werden Fragen der geeigneten OP-Technik (z.B. Mesh-gestützte Rekonstruktionsverfahren wie Prolift) besprochen. Ferner gibt es mehrere Brust-Sprechstunden, in denen im Wesentlichen Ultraschalluntersuchungen, Mammographien und feingewebliche Untersuchungen (High-Jet-Stanzbiopsien, Punch-Biopsien, stereotaktische Vakuumbiopsien) zur Abklärung von Herdbefunden durchgeführt werden sowie Fragen der plastischen und rekonstruktiven Mammachirurgie geklärt werden (siehe auch bei "Brustzentrum"). Auch eine Dysplasie-Sprechstunde, in welcher Patientinnen mit auffälligen oder abklärungswürdigen Befunden am Muttermund (Portio) oder in den Vorsorgeabstrichen untersucht werden, und eine Sprechstunde für allgmeine gynäkologische Onkologie gehört zum Angebot.

Die allgemeine Sprechstunde des Chefarztes Prof. Dr. Hitschold ist eine Privatsprechstunde, während die Spezialsprechstunden auch auf Überweisung von niedergelassenen Frauenärzten aufgesucht werden kann.


Ambulante Operationen

Ambulante Operationen werden an der Frauenklinik durchgeführt. Hierfür verfügen wir über OP-Kapazitäten im Ambulanten OP-Zentrum des Klinikum Worms. Ambulant können kleinere Brusteingriffe (Mamma-DE), Ausschabungen (Abrasio), Gebärmutterspiegelungen (Hysteroskopie), Gewebeentnahmen am Muttermund (Biopsie, Konisation)  und Bauchspiegelungen (Laparoskopie) durchgeführt werden. Entsprechende Unterlagen über diese Möglichkeiten können im Sekretariat angefordert werden. Bitte rufen Sie auch die Seite des Ambulanten OP-Zentrums auf !

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Kooperationen

Die Kooperation mit den niedergelassenen ÄrztInnen der Region ist hervorragend und im Bereich "Brustzentrum" sogar in einem Kooperationsvertrag schriftlich vereinbart.
Die Kooperation mit anderen Kliniken des Krankenhauses sowie mit den Fachabteilungen auswärtiger Kliniken ist eng und kollegial. Präoperativ werden unter Einbeziehung von Anästhesisten und Kardiologen Narkose- und Operationsfähigkeit abgeklärt. Gemeinsame Operationen mit der Chirurgie oder Urologie finden bei Karzinomerkrankungen mit Befall von Nachbarorganen statt.
Die Strahlentherapie bei gynäkologischen Karzinomen und bei Karzinomen der Brust wird in enger Kooperation mit der Strahlentherapiepraxis am Klinikum durchgeführt.
Ferner ist für alle diagnostischen Verfahren das Institut für Radiologie und für die pathologische Aufarbeitung sowie für die immunhistochemische Bestimmung von Prognosefaktoren das Institut für Pathologie unser Kooperationspartner.
Im Bereich der Geburtshilfe besteht zur Wahrnehmung der Aufgaben des Perinatalzentrums eine enge Kooperation mit der Kinderklinik. Problemfälle werden häufig schon vor der Geburt gemeinsam mit den Kinderärzten und den Eltern ausführlich besprochen und die Behandlungsmodalitäten festgelegt.
Die Frauenklinik nimmt seit 1985 an der Perinatalerhebung des Landes Rheinland- Pfalz  teil, in die alle Geburten und seit Mitte der 90er Jahre auch die Verläufe derjenigen Kinder, die in die Kinderklinik verlegt wurden, eingegeben werden. Dies ermöglicht einen guten Vergleich mit anderen Kliniken und auch eine gute Beurteilung der eigenen Entwicklung über die Jahre hinweg. Die Ärzte der Kinderklinik und der Frauenklinik treffen sich regelmäßig zu gemeinsamen Besprechungen geburtshilflicher Fälle.
Im Rahmen der Aufgaben des Brustzentrums finden regelmäßige interdisziplinäre Tumorboard-Besprechungen unter Einbeziehung von Radiologen, Strahlentherapeuten, Pathologen, Psychoonkologen  und internistischen Onkologen statt.
Seit 1977 betreut das Klinikum Worms Medizinstudenten in den letzten beiden Studiensemestern ("Praktisches Jahr") im Rahmen der Aufgaben des Akademischen Lehrkrankenhaus der Univerität Mainz. Die Evaluation der Lehre hat seit vielen Jahren weit überdurchschnittliche Ergebnisse erbracht.

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PINK
ist das Projekt der Integration niedergelassener Frauenärzte in das Klinikum zur Verbesserung der Verzahnung von ambulanter und stationärer Medizin. Frau Dr. Kuckatz und Herr Dr. Herbel, die früher als Belegärzte im Hochstift-Krankenhaus tätig waren, sind seit 01.11.2010 als Kooperationsärzte für stationäre Leistungen in der Gynäkologie und Geburtshilfe in unsere Frauenklinik integriert. (www.herbel-kuckatz.de)

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Fortbildungsmaßnahmen

Auch die Fortbildung in der eigenen Klinik ist institutionalisiert. Die Frauenklinik hat zahlreiche wichtige nationale und internationale Fachzeitschriften abonniert. Die Ärzte nehmen regelmäßig an den wichtigen nationalen und internationalen Kongressen und Fortbildungsveranstaltungen teil. In einer wöchentlichen Fortbildung berichten die Teilnehmer über wesentliche Vorträge der Kongresse oder referieren Publikationen aus den genannten Fachzeitschriften.
Seit dem Jahr 2000 findet einmal jährlich das sogenannte „Wormser Forum für Gynäkologie und Geburtshilfe“ statt, in dem jeweils ein Schwerpunkt-Thema mit mehreren auswärtigen Referenten beleuchtet und anschließend mit den anwesenden etwa 80 bis 100 Teilnehmern diskutiert wird. Wir sind bemüht, durch persönlichen Kontakt mit den niedergelassenen Ärzten in der Stadt und in der Region die Zusammenarbeit so reibungslos und effektiv wie möglich zu gestalten.

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Ausblick

Wir sind zuversichtlich, dass wir trotz der finanziellen Beschneidungen im Gesundheitswesen auch in Zukunft unseren Patientinnen nicht nur alle Standardtherapien anbieten können, sondern auch in der Lage sind, zukunftsweisende Entwicklungen voranzutreiben. Unser Klinikum hat eine gesunde wirtschaftliche Basis als Grundlage für zukunftsweisende Investitionen und Planungen. So wird es zu einem weiteren Ausbau des Sektors der ambulanten Therapie, der minimalinvasiven Chirurgie sowie neuer Operationstechniken kommen und wir werden an dieser Entwicklung teilnehmen.
Unsere Stärke ist die interdisziplinäre Kooperation mit anderen Fachabteilungen. Die Zertifizierung des Hauses durch die Deutsche Krebsgesellschaft DKG als "Onkologisches Zentrum" mit den Bereichen Brustzentrum, gynäkologische Onkologie, Prostatazentrum, urologische Onkologie und Darmzentrum mit gastrointestinalen Tumoren wird im Juli abgeschlossen sein.

Bereits jetzt zeigen sich deutlich folgende Effekteals Ergebnis der bislang realisierten Maßnahmen:

 

Wir haben es uns auch zum Ziel gemacht, trotz aller notwendiger Rationalisierungen im Gesundheitswesen in der Frauenklinik eine Atmosphäre zu erhalten, in der sich unsere Patientinnen geborgen fühlen können und in der dennoch oder gerade nach höchstem medizinischen Standard gearbeitet wird. Unser Leitbild stellt den Patienten / die Patientin in den Mitelpunkt aller Bemühungen. Das laufende Projekt "Unser Leitbild leben" richtet sich an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums, weil sie diesem Leitgedanken verpflichtet sind.

 

© Klinikum Worms gGmbH, letzte Änderung: 03.01.2013