Onkologische Disziplinen
Das Onkologische Zentrum am Klinikum Worms wurde entwickelt aus den bereits vorhandenen und zertifizierten Organzentren
Die jeweiligen Kooperationspartner, die natürlich auch im Rahmen des Onkologischen Zentrums mitwirken, können Sie auf den Seiten der Organzentren finden. Der direkte Link wird aktiviert, indem Sie auf die oben dargestellten Schriftzüge klicken.
Brustzentrum und Gynäkologische Onkologie
Die Leistungszahlen des Brustentrums und des Bereiches für gynäkologische Onkologie zeigen einen stetig ansteigenden Trend.


Insbesondere das minimal-invasive Abklärungsverfahren der stereotaktisch gesteuerten Mammotom-Vakuumbiopsie bei nicht tastbaren Herdbefunden in der Brust eröffnet die Möglichkeit, in einem vergleichsweise kleinen Eingriff in örtlicher Betäubung die histologische Diagnose bei auffälliger Mammographie zu sichern und dann die eventuell notwendige Operation gut planen zu können.
Nachfolgend sind die Leistungszahlen der Bereiche "Brustzentrum" und "Gynäkologische Onkologie" der letzten 10 Jahre dargestellt.


Für diese Bereiche finden die folgenden Leitlinien Anwendung:

Die Urkundenübergabe bei der Re-Zertifierung des Brust- und Darmzentrums und der Erstzertifizierung des Prostatazentrums im Jahre 2009. (Von links: Prof. Dr. G. Hofmockel, Prof. Dr. T. Hitschold, Prof. Dr. K. Beckh).

Darmzentrum und internistische Onkologie
Das Darmzentrum am Klinikum Worms ist ein gutes Beispiel, wie verschiedene Fachdisziplinen zu einem Netzwerk verknüpft werden können.

Die Funktionsweise dieses Netzwerkes erkennt man z.B. gut an der Inanspruchnahme des interdisziplinären Tumorboards.

Außer dem Kolon- und Rektumkarzinom werden auch andere onkologische Krankheitsbilder im Tumorboard besprochen und interdisziplinäre Empfehlungen erarbeitet.

Die Anwendung der neuesten Gerätetechnologie ist in einem Onkologischen Zentrum selbstverständlich. Für die Festlegung der besten Behandlung des Rektumkarzinoms sind hochauflösende Endo-Ultraschallsonden unverzichtbar, mit denen nicht nur die Größen- und Tiefenausdehnung des Tumorwachstums sondern auch die Durchblutung mittels Farbdopplersonographie ermittelt werden können.

Mit Hilfe kleiner mobiler Ultraschallgeräte kann auch intraoperativ am offenen Bauch die Leber sonographiert und so eventuell vorhandene kleinste Veränderung entdeckt und gezielt abgeklärt werden.

Prostatazentrum und Urologische Onkologie
Die Leistungszahlen im Bereich der Prostatazentrums und der urologischen Onkologie der Niere seit 2007 sind nachfolgend dargestellt. Die Anzahl der Biopsien ist etwas gesunken, weil mittlerweile mehr niedergelassene Fachärzte diese Methode der Diagnosesicherung selbst durchführen können. Die Einführung des OP-Roboters "da-Vinci" im Jahre 2009 hat zu einem steilen Anstieg der Fallzahlen geführt.

Das Prostatazentrum am Klinikum Worms unter Leitung von Prof. Dr. Georg Hofmockel wurde erstmals 2009 von der Deutschen Krebsgesellschaft und vom TÜV zertifiziert. Es gehört damit zu den nur etwa 40 Zentren in Deutschland, die auf die Therapie bösartiger Prostatatumoren spezialisiert und gleichzeitig durch qualitätssichernde Maßnahmen einer permanenten externen Überprüfung unterworfen sind.
In der wöchentlich stattfindenden interdisziplinären, d.h. Fachgebiet überschreitenden Tumorkonferenz wird jeder Patient mit einem neu aufgetretenen Prostatatumor vorgestellt. Individuell für jeden Patienten wird die für ihn beste Behandlung nach den aktuellen Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft festgelegt. Durch die strikte Einbindung aller beteiligten Berufsgruppen und Fachgebiete einschließlich der niedergelassenen Fachkollegen ist es somit möglich, in enger Abstimmung sowohl stationär als auch ambulant eine optimale Verzahnung von Diagnostik, Therapie und Tumornachsorge zu erreichen.
Im Rahmen des Prostatazentrums wird auch die derzeit modernste Medizintechnologie, nämlich das da Vinci®-Roboter-Operationssystem, eingesetzt. Diese robotisch assistierte minimal invasive OP-Technik liefert eine dreidimensionale Darstellung des OP-Feldes in 10-facher Vergrößerung. Durch die extrem hohe Präzision bei gleichzeitig minimal invasiver Operationstechnik gelingt hier bei der radikalen Prostataentfernung eine exzellente Schonung des Schließmuskels und der Nervenbündel. Das Prostatazentrum am Klinikum Worms gehört zu den ganz wenigen Institutionen in Deutschland, die als zertifiziertes Zentrum diese Technologie anbieten können.
Im Rahmen des 2010 erstmals zertifizierten Onkologischen Zentrums werden nun auch andere, zum Bereich der Urologischen Onkologie gehörende Tumorerkrankungen in der Tumorkonferenz vorgestellt. Zum Beispiel wird für jeden Patienten mit neu diagnostiziertem Nierentumor individuell das weitere Vorgehen besprochen.

da Vinci®-Operations-Roboter mit OP-Team
Im Mittelpunkt des Zentrumgedankens steht das Wohl des Patienten, dem auch bei urologischen Tumorerkrankungen eine persönliche, maßgeschneiderte, interdisziplinäre Betreuung auf höchstem fachlichem Niveau angeboten wird.


