Höchste Hygienestandards sind für uns eine Selbstverständlichkeit...

Hygiene – weil uns Ihre Sicherheit am Herzen liegt

Hygiene ist überlebenswichtig – gerade in einem Krankenhaus. Im Klinikum Worms kümmert sich eine eigens eingerichtete Hygienekommission um die stringente Umsetzung aller geltenden Hygienerichtlinien des Robert Koch Instituts (RKI). In diesem multiprofessionellen Expertenteam arbeiten alle tragenden Säulen der Krankenhaushygiene (beratende Krankenhaushygieniker, Ärztlicher Direktor, Hygienefachkräfte, hygienebeauftragte Ärztinnen und Ärzte der einzelnen Kliniken) eng zusammen. Dazu kommen Hygieneansprechpartner in allen Bereichen des Klinikums.

Unsere Hygienekommission sorgt dabei nicht nur für die stringente Umsetzung und Weiterentwicklung unserer bestehenden Hygienerichtlinien und Hygienepläne, sondern setzt auch fortlaufend neue Projekte um.

 

Infektionsüberwachung zusammen mit dem Robert-Koch-Institut Berlin (KISS-Überwachung des RKI)

In diesem Projekt werden fortlaufend in verschiedenen Klinikbereichen auftretende Infektionen erfasst, bewertet und mit Kontrollkollektiven verglichen. Im Klinikum Worms werden die Bereiche der Erwachsenen-Intensivstation (ITS-KISS), Neugeborenen-Intensivstation (NEO-KISS), Orthopädie / Unfallchirurgie (OP-KISS) und die Händehygiene (Hand-KISS) auf diese Weise überwacht.

 

Zertifikat Aktion Saubere Hände Silber

Für unser überdurchschnittliches Hygienemanagement ist das Klinikum Worms mit dem Zertifikat „Aktion Saubere Hände“ in Silber ausgezeichnet worden. Die „Aktion Saubere Hände" ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Umsetzung der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen somit nicht zuletzt zur Reduzierung von Infektionen im Krankenhaus. Sie wurde am 1. Januar 2008 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit ins Leben gerufen und ist Bestandteil des Strategiepapiers der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Im Rahmen der Aktion Saubere Hände nehmen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig an Schulungen und Fortbildungen zu hygienerelevanten Themen teil.

Von den etwa 2.000 deutschen Krankenhäusern haben erst ca. 80 Kliniken die Bedingungen für eine Silber-Zertifikaterteilung erfüllt. Das Klinikum Worms ist dabei.

 

DBU-Projekt „Desinfektionsmittelverbrauch und Umweltbelastung"

In diesem Projekt, das zusammen mit der Deutschen Bundes-Umweltstiftung (DBU) durchgeführt worden ist, wurde der Effekt eines rationellen zielgerichteten Desinfektionsmittelverbrauchs nach entsprechender Fortbildung und Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf das hygienische Ergebnis im Klinikum und die damit verbundene Umweltbelastung untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass es möglich ist, bei einem gezielten Desinfektionsmitteleinsatz ein besseres hygienisches Ergebnis bei gleichzeitiger Reduktion der Schadstoffbelastung zu erzielen.

 

MRSA / MRGN-Screening-Projekt Klinikum Worms

Im Klinikum Worms werden alle Patientinnen und Patienten bei der stationären Aufnahme unter Verwendung des vom Robert-Koch-Instituts entwickelten Fragebogens daraufhin überprüft, ob sie zu einer Risikogruppe gehören, bei der mit erhöhter Wahrscheinlichkeit mit dem Vorkommen multiresistenter Keime (MRSA / MRGN) gerechnet werden muss. Hierzu zählen beispielsweise Patienten mit chronisch offenen Wunden, aus anderen Kliniken oder Altersheimen verlegte Patienten, Patienten aus Ländern mit hohem MRSA / MRGN-Aufkommen und Patienten, bei denen ein MRSA / MRGN-Vorkommen bekannt ist oder die mit Menschen, die MRSA-Träger sind, in Kontakt gekommen sind. Bei all diesen Gruppen wird ein MRSA-Test mittels Kultur und ggf. auch ein Schnelltest (PCR) durchgeführt. Hierdurch ist es uns möglich, über 90 Prozent der MRSA-Patienten zu identifizieren. Ist eine MRSA-Besiedlung oder MRSA-Infektion bei einem Patienten nachgewiesen, muss dieser ggf. isoliert und unter speziellen hygienischen Bedingungen gepflegt und versorgt werden.

Besonders wissenswert: Über 75 Prozent aller sog. MRSA-Krankenhausinfektionen auf endogenem Wege entstehen, d.h. ein MRSA-Träger wird mit seinen eigenen Keimen im Rahmen eines Eingriffs oder einer Intubation infiziert. Weniger als 25 Prozent der MRSA-Infektionsfälle beruhen demnach auf einer Keimübertragung vom Personal auf andere Patienten.
 

MRE-Netzwerk Rhein-Nahe

Auch in unserer Region kommen zunehmend multiresistente Erreger (MRE) vor, die neben einer Verunsicherung von Angehörigen, Pflegenden und Ärzten auch zu einer zunehmenden finanziellen Belastung werden. Verdrängung ist kontraproduktiv und vergrößert das Problem. Das Klinikum Worms ist deshalb Gründungsmitglied des Netzwerks „Multiresistente Erreger (MRE)". Wir sind im MRE-Netzwerk überzeugt:

  • Der erste Schritt zur Eindämmung der Infektionen/Kolonisationen ist das Erkennen des Problems. Die beste Prävention ist die umfassende Information aller Akteure und der Betroffenen. Deshalb wollen wir Fortbildungsveranstaltungen für die Region zum Thema anbieten z.B. für Altenheime, Krankenhäuser, niedergelassene Kollegen, Rehabilitationseinrichtungen, Angehörige.
  • Der zweite Schritt ist die Transparenz im Umgang mit Infizierten/Kolonisierten. Hierzu werden z.B. Überleitungsbögen für unsere Region erarbeitet.
  • Der dritte Schritt ist Verbesserung der Schnittstellen ambulant/stationär z.B. zur Fortführung einer antiseptischen- oder Antibiotika- Behandlung (in der Regel lokal, mit einer Nasen- Salbe) und Minimierung von MRE-Trägern.

 

Keine Chance den Keimen – machen Sie mit

Leisten auch Sie Ihren ganz persönlichen Beitrag, damit Keime in unserem Krankenhaus keine Chance haben: In unserer gesamten Klinik finden Sie Desinfektions-Spender, die eine hygienische Händedesinfektion nahezu selbsterklärend ermöglichen. Machen Sie mit!