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16.08.2017 Klinikum Worms: Auszeichnung für Altersmedizin

Altersmedizinische Klinik in Bundesverband Geriatrie aufgenommen

Worms, 16. August 2017 – Die Klinik für Geriatrie (Altersmedizin) des Klinikums Worms ist in den Bundesverband Geriatrie aufgenommen worden. Die Mitgliedschaft belegt den hohen Standard, der in der geriatrischen Klinik unter Leitung von Chefärztin Dr. Ulrike Buchwald bei der Versorgung älterer und hochaltriger Patienten angelegt wird. Eine Aufnahme in den Bundesverband Geriatrie ist an die Erfüllung klar definierter Strukturqualitätskriterien, wie etwa die räumliche Ausstattung oder die Qualifikationen des Personals geknüpft, deren Einhaltung kontinuierlich überprüft wird.

Altersmedizin – was bedeutet das überhaupt?

Die Geriatrie ist das Fachgebiet der Medizin, das sich mit den Krankheiten der älteren und hochaltrigen Menschen beschäftigt. Ziel der fachbereichsübergreifenden Behandlung ist es, dem Patienten möglichst eine Rückkehr ins heimische Lebensumfeld zu ermöglichen. „Die Menschen werden immer älter. Und auch Erkrankungen gewinnen mit fortgeschrittenem Lebensalter oftmals eine andere Bedeutung. Häufig leiden ältere Patienten nicht nur an einer, sondern an mehreren, teils chronischen Erkrankungen, die in das diagnostische und therapeutische Konzept mit eingebunden werden müssen“, erklärt Chefärztin Dr. Ulrike Buchwald.

„Eine rein organspezifische Medizin, die sich nur an einzelnen Krankheitsbildern orientiert, kann auf die vielschichtigen Probleme dieser Patienten nur unzureichend reagieren, denn die älteren und insbesondere die hochaltrigen Patienten leiden nicht nur häufig an chronischen Krankheiten, die sich nur lindern, aber nicht mehr heilen lassen, sondern auch an den Folgen dieser Erkrankungen. Zu den meist langwierigen Krankheitsverläufen kommen häufig soziale Probleme sowie der drohende Verlust von Mobilität und Selbstständigkeit“, so die Chefärztin weiter.

Um diesen breitgefächerten Krankheitsbildern gerecht zu werden, können alte und hochaltrige Patienten in speziellen altersmedizinischen – den so genannten geriatrischen – Kliniken vollumfassend betreut werden. Zentrum der altersmedizinischen Versorgung ist ein ganzheitlicher Therapieansatz, um den vielschichtigen Gesundheitsproblemen dieser hochaltigen Patienten bestmöglich gerecht zu werden.

„Unsere Patienten werden von speziell ausgebildeten Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten ganz individuell betreut. Neben diagnostischen und therapeutischen medizinischen Maßnahmen steht deshalb insbesondere eine individuelle rehabilitative Therapie im Vordergrund, die ganz auf den jeweiligen Patienten und sein Krankheitsbild zugeschnitten ist. In einem altersmedizinischen Behandlungsteam arbeiten deshalb neben Ärzten und speziell geschultem Pflegepersonal auch Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Sozialarbeiter und Seelsorger“, berichtet Dr. Buchwald weiter.

Die ärztliche Visite steht auf einer altersmedizinischen Station daher genauso auf dem Programm, wie etwa Physiotherapie, Sprachübungen oder Schlucktraining. „Unser Ziel ist es, die Mobilität und Unabhängigkeit unserer Patienten soweit wieder herzustellen, dass eine Rückkehr in die gewohnte Umgebung und das Lebensumfeld möglich ist. Häufig ist die Behandlung in der stationären Geriatrie auch Voraussetzung für den Antritt einer anschließenden Rehabilitation, für welche die Patienten zuvor zu krank oder pflegebedürftig gewesen sind.“

Um insbesondere hochaltigen Patienten eine bestmögliche Behandlung zu ermöglichen, arbeitet das altersmedizinische Team rund um Dr. Ulrike Buchwald eng mit den anderen Fachbereichen des Klinikums zusammen. „Wenn ein Patient aufgrund einer Notfall-Operation oder eines geplanten Eingriffs zu uns kommt, besprechen wir uns sehr frühzeitig mit den Kollegen der chirurgischen Abteilungen, ob es sinnvoll ist, denn Patienten auch altersmedizinisch zu behandeln. So schaffen wir die bestmöglichen Voraussetzungen für die Wiederherstellung von Gesundheit, Mobilität und Lebensqualität.“

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