Neues aus dem Gynäkologischen Krebszentrum...

Aktuelle Informationen aus dem Gynäkologischen Krebszentrum

 

06.09.2017
16.15-17.30 Uhr
Ärzte, Team
Qualitätszirkel
OZ / GKZ:
Gynäkologisches Krebszentrum: Chemotherapie und Studien - wo stehen wir ?
(Ltd. OA Dr. Kögel & Koll.)
Hörsaal 8. OG 
 OZ, GKZ

 

04.01.2017: Fallzahlsteigerung auf hohem Niveau

Das Gynäkologische Krebszentrum hat im Jahr 2016 wiederum über 100 Patientinnen behandelt, die Fallzahlen sind gegenüber dem Jahr 2015 gestiegen. Das Zentrum nimmt an großen multizentrischen Studien für das Ovarialkarzinom und an Studien zur Lebensqualität teil. Das onkologische Pflegekonzept, hier besonders die Erhebungen mittels ESAS wurden auf dem Rheinland-Pfälzischen Gynäkologentag 2015 prämiert, weil sie sehr zur Minimierung von Therapienebenwirkungen beitragen und dadurch die Betreuung der Patientinnen verbessert wird.

 

 

Zertifizierung des Gynäkologischen Krebszentrums am 18./19. Juni 2013 und erfolgreiche

Re-Zertifizierung am 10.06.2015

Der onkologische Schwerpunkt am Klinikum Worms wurde weiter ausgebaut. Neben den schon seit Jahren zertifizierten Zentren für Brust-, Darm- und Prostatakrebs ist als 4. Organkrebszentrum das Zentrum für Gynäkologische Onkologie hinzu gekommen. Am 18. und 19.06.2013 fand das Zertifizierungsaudit der Deutschen Krebsgesellschaft (OnkoZert) und des TÜV Süd (DIN-ISO 9001) statt. Im Gynäkologischen Krebszentrum werden bösartige Erkrankungen des Uterus, der Eierstöcke, der Vagina und Vulva behandelt. Wir bieten von einer differenzierten Diagnostik (Abstriche, Gewebeproben, spezielle histologische und immunhistologische Untersuchungen, bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Dopplersonographie, MRT und CT) über konservative Therapieformen mit Medikamenten und Bestrahlung auch alle operativen Therapiemöglichkeiten von den laparoskopischen  minimal invasiven Verfahren bis hin zu großen radikalen Tumoroperationen an. Wir sind eine der ganz wenigen Frauenkliniken in Deutschland, die bei onkologischen Erkrankungen vor allem der Gebärmutterschleimhaut das roboter-unterstützte daVinci-Verfahren zur Anwendung bringt. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Fachkollegen des Hauses (Viszeralchirurgie, Thoraxchirurgie, Urologie) können aber auch fächerübergreifende Tumoroperationen auf höchstem Niveau durchgeführt werden, um den betroffenen Patientinnen die besten Voraussetzungen für eine Bekämpfung ihrer Krankheit zu schaffen. Auch die notwendigen Anschlussbehandlungen z.B. in Form einer Chemotherapie werden hochqualifiziert in unsere ambulanten onkologischen Therapieeinheit (AOT) durchgeführt.

Im Zentrum all unserer Bemühungen steht die Patientin. Sie darf von uns eine auf dem neuesten Stand der Technik und Wissenschaft basierende Diagnostik und Behandlung erwarten. Darüber hinaus möchten wir durch Freundlichkeit, zugewandtes Verhalten und ausführliche Aufklärung und Beratung durch verschiedene Spezialisten dazu beitragen, die mit der Diagnose Krebs verbundenen Belastungen der betroffenen Frauen so gering wie möglich zu halten. Jeder einzelne Mitarbeiter unseres Teams ist daher stets bemüht, die in unserem Leitbild zusammengefassten Grundsätze auch tatsächlich zu leben. Die Leitung des Gynäkologischen Krebszentrums, die Geschäftsführung des Klinikums und alle Nachbardisziplinen unterstützen dieses Bestreben nach Kräften.

Ein modernes Onkologisches Zentrum definiert seine Qualität nicht nur an Fallzahlen, Behandlungsstrategien und onkologischen Ergebnissen, sondern besonders auch durch Zufriedenheitsmessung bei den sich uns anvertrauenden Patientinnen. Hierzu führen wir regelmäßig Befragungen durch. Hierbei haben wir seit Jahren sehr gute Ergebnisse erreicht. Darauf sind wir stolz und das soll so bleiben. Die stetig steigende Zahl von Patientinnen, auch aus der weiteren Umgebung, die die Leistungen des Gynäkologischen Krebszentrums Worms in Anspruch nehmen, bestärken uns auf diesem Weg.

Im Zusammenhang mit dem Aufbau und Betrieb eines interdisziplinären Onkologischen Zentrums ist eine rein somatische fachgebietsbezogene Betrachtungsweise in der Regel nicht angemessen, sondern die interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit hat hier höchsten Stellenwert.. An unserem Hause wurde beispielsweise ein fachgebietsübergreifendes onkologisches Pflegekonzept, ein Pflegeassessment, ein interdisziplinäres Schmerzkonzept, ein palliativmedizinisches Angebot mit Vernetzung in den ambulanten Bereich und zahlreiche weitere interdisziplinäre onkologische Aktivitäten realisiert und über Jahre funktionsfähig gehalten. Es wurden fachübergreifende Fortbildungsreihen und Qualitätszirkel eingeführt, um dem ganzheitlichen Aspekt onkologischer Versorgung gerecht zu werden. Es bestehen hervorragende stationäre und ambulante Strukturen und Kooperationsverträge mit stationären und ambulanten Einrichtungen, welche die onkologische Versorgung sicherstellen. Zu nennen seien hier nur beispielhaft die Kooperation mit dem Verein zur Förderung der ambulanten Palliativversorgung (SAPV-Verein). Das OZ Worms und der SAP-Verein Worms schaffen es, dass seit Jahren 95-97% der in diesem Netzwerk behandelten Palliativpatienten zu Hause versterben können und nicht im Krankenhaus. Diese Zahl wird nach unserer Kenntnis in anderen Regionen bei weitem nicht erreicht.

Die Auditoren zeigten sich bei der Zertifizierung des Gynäkologischen Krebszentrums neben den fachlichen Aspekten besonders von dieser interdisziplinären Zusammenarbeit beeindruckt und brachten zum Ausdruck, dass dieses nur selten anzutreffen ist. Das bestärkt uns, auf diesem Weg weiter voranzuschreiten und die Stellung als TOP-Anbieter onkologischer Leistungen weiter auszubauen.