Unsere Apotheke hält ein Sortiment von ca. 1.100 Fertigarzneimitteln vorrätig...
Arzneimittelherstellung ist zentrale Aufgabe unserer Krankenhausapotheke...

Das Leistungsangebot der Apotheke im Überblick

 

Pharmazeutische Logistik

Arzneimittelsortiment

Die Apotheke hält ein Sortiment von ca. 1100 Fertigarzneimitteln in verschiedenen Darreichungsformen und Dosierungen vorrätig, mit denen alle Pflegegruppen und Funktionsabteilungen regelmäßig beliefert werden.

Die Auswahl dieser Arzneimittel wird nach medizinisch- pharmakologischen, pharmazeutischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten im Sinne einer hohen Therapiequalität von der Arzneimittelkommission getroffen. Mitglieder dieser Kommission sind der Apothekenleiter und die Abteilungsleiter der medizinischen Fachgebiete bzw. deren Vertreter. Alle durch Beschluss der Arzneimittelkommission vorrätigen Arzneimittel sind in einer internen, verbindlichen Arzneimittelliste aufgeführt.

Darüber hinaus werden kurzfristig Arzneimittel beschafft, die zur Fortsetzung einer ambulant begonnenen Therapie bzw. für von der Standardtherapie abweichende Therapieansätze benötigt werden.
 

Arzneimittelversorgung

Die Beschaffung der Fertigarzneimittel erfolgt hauptsächlich direkt bei der pharmazeutischen Industrie. Ein modernes, EDV-gestütztes Einkaufsmanagement ermöglicht eine zuverlässige Arzneimittelversorgung der Patienten.

Die Routinebelieferung der benötigten Arzneimittel an Pflegegruppen und Funktionseinheiten erfolgt an drei Werktagen pro Woche. Darüber hinaus ist eine Belieferung für Einzelfälle während der Öffnungszeiten der Apotheke gegeben. Für den Bedarfsfall außerhalb der Öffnungszeiten der Apotheke wird ein Notfalldepot unterhalten.

 

Pharmakoökonomie

Die Apotheke trägt auf vielfältige Weise zur Kostenkontrolle und Verbrauchssteuerung bei den im Klinikum angewandten Arzneimitteln und somit zum ökonomisch effizienten Einsatz der verfügbaren Ressourcen im Hinblick auf den medizinischen Behandlungserfolg bei.

Die im Haus vorrätig gehaltenen Arzneimittel werden durch systematische Marktbeobachtung sowie die Entwicklung therapeutischer Behandlungskonzepte ausgewählt.

Pharmazeutische Dienstleistungen

Arzneimittelinformation

Der modernen Informationsvermittlung und Beratung von Ärzten und Pflegepersonal zu allen Fragen der Arzneimitteltherapie kommt als pharmazeutischer Dienstleistung wesentliche Bedeutung zu. Anfragen hinsichtlich Dosierung, Nebenwirkungen, Risiken und Kompatibilität von Arzneimitteln werden EDV-gestützt sowie anhand einer selbst erstellten Printmedien-Sammlung recherchiert und in einer Informations-Datenbank dokumentiert.

Die Apotheke sieht sich vor allem als Ansprechpartner für patientenorientierte Lösungen in Arzneimittelfragen. Dazu zählt die Beratung bei der Aut- idem- und Aut- simile- Substitution während der stationären Behandlung und die klinisch-pharmazeutische Betreuung urologischer Patienten im Rahmen einer fundierten Arzneimittelanamnese.

Stationsbegehungen

Nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften für Apotheken werden im Rahmen der Qualitätssicherung jährlich zwei Stationsbegehungen durchgeführt. Hierbei werden die ordnungsgemäße Lagerung sowie die Haltbarkeit der Arzneimittelbestände in den Pflegegruppen kontrolliert. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass keine unverhältnismäßig großen Lagerbestände in den Pflegegruppen entstehen. Rückrufe der pharmazeutischen Industrie werden dokumentiert und betroffene Arzneimittel umgehend entfernt.

Arzneimittelherstellung

Eine der zentralen Aufgaben einer Krankenhausapotheke ist die Herstellung von Arzneimitteln. Produziert werden Arzneimittel, die nicht im Handel erhältlich sind oder die in der Eigenherstellung deutlich kostengünstiger sind als Fertigarzneimittel.

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um verschiedene Lösungen zur inneren und äußeren Anwendung, Salben und Labordiagnostika. Herstellungsvorschriften garantieren, dass jede Charge nach demselben reproduzierbaren Verfahren und in der gleichen guten pharmazeutischen Qualität hergestellt wird.

Außerdem werden Arzneimittel auf Einzelverordnung für Patienten individuell hergestellt, hauptsächlich einzeldosierte Arzneimittel für Neugeborene und Kinder.

Alle für die Arzneimittelherstellung verwendeten Rohstoffe werden vor ihrer Verarbeitung auf die vom Europäischen Arzneibuch vorgeschriebene pharmazeutische Qualität hin untersucht.
 

Zentrale Zytostatikaherstellung

Verordnete Zytostatika zur intravenösen Verabreichung werden von der Apotheke individuell für jeden Patienten zeitnah hergestellt. Die aseptische Herstellung der applikationsfertigen Infusionslösungen erfolgt durch geschultes Personal in einem entsprechend ausgestatteten Labor unter Einhaltung aller geforderten Sicherheitsvorschriften. Die zentrale Zubereitung in der Apotheke minimiert sowohl Arbeitsaufwand als auch Risiko für das Pflegepersonal im Umgang mit Zytostatika.

Parenterale Ernährungslösungen

Zur parenteralen Ernährung von Frühgeborenen und neugeborenen Intensivpatienten produziert die Apotheke standardisierte Mischinfusionen. Die Herstellung erfolgt aseptisch mit Hilfe eines automatischen Dosierpumpensystems und erzielt so ein hohes Maß an Produktionsqualität.