Das Onkologische Zentrum stellt sich vor...

Aufbau des Onkologischen Zentrums

 
Im Jahre 2006 wurde das Brustzentrum (Leiter: Prof. Dr. T. Hitschold) am Klinikum Worms von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Es war die erste Einrichtung am Klinikum, die diesen ganzheitlichen Behandlungsansatz verfolgte und durch Schaffung der erforderlichen Strukturen und Einrichtungen in die Tat umsetzte. Die stetig steigende Zahl von Patientinnen, die sich in diesem Zentrum behandeln lassen, zeugt von der Akzeptanz dieses Konzeptes bei den Betroffenen und den einweisenden Ärzten. Über 250 Patientinnen mit der Erstdiagnose eines Mammakarzinoms werden hier jährlich behandelt. Über 1.800 medikamentöse Behandlungszyklen nach der Operation erfolgten in der Ambulanten Onkologischen Therapieeinheit (AOT) dieses Zentrums, alle Patientinnen werden regelmäßig über ihr Befinden und ihren Zustand nachbefragt, so dass eine Datenbank entsteht, die dem Zentrum die Möglichkeit gibt, die eigene Therapieeffektivität zu überprüfen u nd sich mit anderen Einrichtungen zu vergleichen. Der Benchmark-Vergleich mit anderen Brustkliniken hat die hervorragende Stellung des Wormser Zentrums unlängst wieder bestätigt.
 
Im Jahre 2007 folgte die Zertifizierung des Darmzentrums (Leiter: Prof. Dr. K. Beckh) mit über 70 Primärerkrankungen und über 1.800 Endoskopien pro Jahr durch den TÜV Süd, 2015 auch durch die Deutsche Krebsgesellschaft. Die fachübergreifende Diagnostik und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen des Dickdarms (Colon) und Enddarms (Rectum) ist hier angesiedelt. Darüber hinaus werden im interdisziplinären Tumorboard dieses Zentrums auch alle anderen internistisch-onkologischen Erkankungen besprochen und die Behandlungsempfehlungen festgelegt. 
 
Im Jahre 2009 erfolgte die Zertifizierung des Prostatazentrums (Leiter: Prof. Dr. G. Hofmockel) mit über 200 Primärerkrankungsfällen pro Jahr durch die Deutsche Krebsgesellschaft. Die „magischen Hände des OP-Roboters da-Vinci“ tragen hier zur hervorragenden Akzeptanz entscheidend bei. Schon in den Jahren zuvor bestand in der Urologischen Klinik eine besonders große Erfahrung mit der laparoskopischen Chirurgie des Prostatakarzinoms, so dass die OP-Technik dann leicht auf die Roboter-Assistenz umgestellt werden konnte.
 
Die durch die Gründung der Organkrebszentren aufgebauten onkologischen Strukturen und Angebote im Klinikum wurden im August 2010 zu einem Onkologischen Zentrum (Sprecher: Prof. Dr. T. Hitschold) erweitert, in welchem zusätzlich zu den genannten Krankheitsbildern auch Krebserkrankungen der Niere, der Eierstöcke und der Gebärmutter und anderer Organe behandelt werden. Im Jahre 2013 erfolgte dann die Zertifizierung des Gynäkologischen Krebszentrums durch die Deutsche Krebsgesellschaft.
 
 
Für das Onkologische Zentrum am Klinikum Worms gibt es ein fachübergreifendes Qualitätsmagamenet-System, niedergelegt in einem jährlich zu aktualisierenden Handbuch und synchronisierte Kooperationsvereinbarungen zwischen den verschiedenen Leistungserbringern. Dieses QM-System wurde im Jahre 2010 durch den TÜV-Süd erfolgreich zertifiziert und im Jahre 2015 rezertifiziert. Außerdem existieren fachübergreifende Einrichtungen, die von allen Patienten in Anspruch genommen werden können und sollen. So erhalten zum Beispiel alle Patienten einen psychoonkologischen Fragebogen bereits zu Beginn der Behandlung, mit dem man die psychische Belastung und die Notwendigkeit eventueller Hilfen auf diesem Gebiet herausfinden kann. In der Folge besteht dann ein umfangreiches psychoonkologisches Angebot bestehend aus Einzel- und Gruppengesprächen, einem Malseminar, Kosmetikseminar, verschiedenen Entspannungsverfahren, Ernährungsberatung, einem ausführlichen Sozialgespräch und der Möglichkeit der Vermittlung und Organisation von Terminen zur psychologischen Nachbehandlung nach der Entlassung.
 

Das Onkologische Zentrum hat einen Sprecher, der das Zentrums nach außen vertritt, die medizinischen Aktivitäten bündelt und mit den Kollegen der verschiedenen Fachbereiche regelmäßige Treffen abhält, um die Weiterentwicklung des Zentrums zu planen und zu steuern. Ihm steht ein kaufmännischer und ein medizinischer Koordinator zur Seite. Außerdem gehören zum Lenkungsteam die Leiter der zertifizierten Organzentren, die Pflegedienstleitung und eine Qualitätsmanagement-Bauftragte (QMB).

 

Die Aktivitäten und die Kooperation der zentralen Bereiche Tumordokumentation, Studienzentrale, Patientenbeteiligung, Psychoonkologie, Strahlentherapie und Öffentlichkeitsarbeit werden unter dieser Organisationsstruktur koordiniert und anhand von Kennzahlen regelmäßig überprüft. Dies alles stellt das Funktionieren des Onkologischen Zentrums sicher und kommt damit den sich uns anvertrauenden Patientinnen und Patienten direkt zugute.