Das Onkologische Zentrum stellt sich vor...

Studienzentrale

 
Das Onkologische Zentrum hat eine gemeinsame Studienzentrale, in der die wissenschaftlichen Aktivitäten koordiniert und die einzelnen Patientendaten dokumentiert und statistisch ausgewertet werden. Hier bestehen enge Kontakte zu nationalen und internationalen Studienleitzentralen und von hier aus werden Kontakte zu den Landestumorzentren und Nachsorgestellen sowie zu den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten gepflegt, um die Befindlichkeitsdaten der Patienten über einen möglichst langen Zeitraum zu erfassen.
 
 
Es ist für das wissenschaftliche Vorankommen in der Onkologie unbedingt erforderlich, dass klinische Studien durchgeführt werden. Nur so kann man neue Medikamentenkombinationen und verschiedene Dosierungen bezüglich ihrer Effektivität überprüfen. Außerdem leben innerhalb von Studien betreute Krebspatienten länger als andere. Das zeigt die nachfolgende Grafik am Beispiel des Mammakarzinoms. Die innerhalb des Studienprotokolls vorgeschriebene intensive Überwachung und vollkommen standardisierte Diagnostik und Therapie sowie die enge Anbindung an ein Onkologisches Zentrum, welches diese Studie durchführt, führt zu einem messbaren Überlebensvorteil für diese Patientinnen. Gleichartige Effekte sind auch beschrieben für Kliniken oder Zentren, die an Studien teilnehmen, verglichen mit solchen ohne Studiendurchführung.
 
Weitere Informationen üner klinisch-wissenschaftliche Studien in Deutschjland finden Sie auf der Info-Seite der Deutschen Krebsgesellschaft:
 
 
 
 
 
Die einzelnen Bereiche des Onkologischen Zentrums am Klinikum Worms nehmen an folgenden Studien teil:
 
 

Brustzentrum

Am   B R U S T Z E N T R U M   Worms werden derzeit folgende Studien durchgeführt:

Prävention (Vorbeugung):

● aktuell keine Studie verfügbar (IBIS II-Studie geschlossen – Follow up)

Operative Therapiestudie:

INSEMA

Eine randomisierte, multizentrische Studie zum Vergleich einer axillären Sentinel-Lymphknoten Biopsie vs.

keiner axillären Sentinel-Lymphknoten Biopsie bei Patientinnen mit geplanter brusterhaltender Therapie.

Einschlusskriterien: Patientin ≥ 35J, Tumor ≤ 5cm (cT1-2) cN0, BEO und Radiatio geplant,

Adjuvante Therapie:

GAIN 2

Für Patientinnen mit hohem Risiko (Lymphknotenbefall, triple-neg., Her-2-neu pos.) zur Überprüfung eines

dosisdichten, also Zeitintervall verkürzten Regime (3x Epirubicin, 3x nab-Paclitaxel und 3x Cyclophosphamid

im jeweils 2-wöchigen Abstand) oder einer dosiseskalierenden Therapie mit 4x EC gefolgt von 4 Zyklen

Docetaxel dosisdicht

- Trastuzumab s.c. Substudie (für Patientinnen in der GAIN 2-Studie)

HER2-positive Patientinnen können nach Abschluss der GAIN-2 Hauptstudie an der Trastuzumab subkutan

Substudie teilnehmen, bei der der Antikörper entweder in die Bauchdecke oder in den Oberschenkel injiziert

wird. Die Trastuzumab-Gabe erfolgt insgesamt ein Jahr.

Her-SCin (für Patientinnen ausserhalb der GAIN 2-Studie)

Herzeptin wird subcutan bei Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium appliziert.

Randomisiert wird in 2 Gruppen, wobei die Applikationsstelle sich unterscheidet (Bauch vs. Oberschenkel)

Für die metastasierte Situation:

NIS-Avanti

Nicht-interventionelle Studie zur antiangiogenen Therapie mit Bevacizumab (Avastin®) bei metastasiertem

Brustkrebs im Rahmen der Zulassung (first-line Therapie)

Helena

Für Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs bei denen eine adjuvante Herzeptintherapie vorausgeht.

Hier wird Pertuzumab (Perjeta®) in der Kombination mit Docetaxel und Herzeptin® appliziert.

 

Newbenwirkungsmanagement-Studien:

AkyPro-NIS: Studie zur Erfassung der Lebensqualität bei Patienten, die zur Prävention von Übelkeit und

Erbrechen unter einer laufenden Chemotherapie mit hoch oder moderat emetogenen Substanzen das

Medikament Akynzeo® erhalten

● NADIR-NIS: Studie zur Anwendung von Lipegfilgrastim (Lonquex®) bei chemotherapieinduzierten

Neutropenien.

 
 

Gynäkologiesches Krebszentrum

Ovarialkarzinom:

OTILIA-NIS (Nachfolgestudie zur AGO-Ovar 17 Studie)

Beobachtungsstudie für das progressionsfreie Überleben bei fortgeschrittenem Ovarialkarzinom, Tubenoder

Peritonealkarzinom mit der Applikation von Carboplatin und Paclitaxel über 6 Zyklen in Kombination mit

Bevacizumab (Avastin®); Avastin wird im Anschluß daran über insgesamt 18 Zyklen fortgeführt.

AGO-Ovar 20/ PAOLA-1

Randomisierte, doppel-blinde, Phase III-Studie mit Olaparib vs. Placebo bei Patientinnen mit

fortgeschrittenem FIGO IIIB-IV high-grade serösem oder endometrioidem Ovarial-, Tuben- oder primärem

Peritonealkarzinom in der Erstlinientherapie in der Kombination mit einer platin-taxan-bevacizumab-haltigen

Chemotherapie und Bevacizumab als Erhaltungstherapie

AGO-Ovar 2.21 (geschlossen – Follow up)

● bei Patientinnen mit platinsensiblen rezidivierendem Ovarialkarzinom. Voraussetzung ist das Ansprechen

einer platinhaltigen Chemotherapie bei der Erstbehandlung.

 
 
Zervixkarzinom:
 
TeQaZ- Studie
TeQaZ-Studie (Fall-Kontroll-Studie zur Häufigkeit der Teilnahme an der Krebsvorsorge und zur Qualität der Zytologie). Die TeQaZ-Studie untersucht die Teilnahme an der Krebsvorsorge und die Qualität der Krebsvorsorge. Untersucht werden Unterschiede zwischen Frauen, die an Gebärmutterhalskrebs erkrankt sind (Fälle), und Frauen, die nicht an Gebärmutterhalskrebs erkrankt sind (Kontrollen). Fälle und Kontrollen werden auch bezüglich weiterer Risikofaktoren verglichen.
 
 
 

Darmzentrum

 
FIRE-3-Studie (Rekrutierung geschlossen 05/2013:
Irinotecan + Cetuximab versus Irinotecan + Bevacizumab beim metastasierten Colon-Ca
 
Studie ML22011AIO-RK0110RK:
Irinotecan + Bevacicumab als Erstlinien-Therapie beim metastasierten kolorektalen Karzinom
 
 ML 28120 Koralle-Studie:
Avastin® first-line beim metastasierten kolorektalen Karzinom
 
 
 

Urologische Onkologie

 
Switch-Studie:
Sorafenib (Nexavar) gefolgt von Sunitinib (Sutent) beim fortgeschrittenen Nierenzell-Karzinom
 
QOLITAX-Studie:
Mono- oder Polychemotherapie beim metastasierten Nierenzellkarzinom
 
NIS-Harrow-Studie:
Nicht-interventionelle Studie zur Lebensqualität und PSA-Entwicklung nach Prostatakarzinom.
 
PSA-Beobachtungsstudie:
Internetbasierte Studie zum PSA-Verlauf
(Online-Therapiemonitor zum metastasierten kastrationsresistenten
Prostatacarcinom (mCRPC) in Deutschland 2014/2015)