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03.05.2018 Klinikum mit neuem Da Vinci XI

Modernster OP-Roboter der Welt im Wormser Klinikum im Einsatz
Namenswettbewerb für Grundschulen

Worms, 03. Mai 2018 – Im Klinikum Worms kommt seit kurzem ein neuer Operations-Roboter vom Typ Da Vinci XI zum Einsatz. Hinter dem Namen Da Vinci XI verbirgt sich ein computer-assistierter OP-Roboter der neuesten High-End-Version, der für die modernste Entwicklung auf dem Gebiet der minimalinvasiven Chirurgie steht und der den bereits seit 2009 im Klinikum Worms genutzten Da Vinci SI nun abgelöst hat. Mit dem neuen Da Vinci XI kommt so eines der weltweit modernsten Operationsverfahren am Wormser Klinikum zum Einsatz.

Das neue Da Vinci XI-Operationssystem vereint mehr als 15 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der roboter-assistierten Operationen und repräsentiert – als nunmehr bereits vierte Da Vinci-Generation – eine neue Ära der minimalinvasiven Operationstechnik. Der OP-Roboter bleibt zwar nach wie vor der verlängerte Arm des Chirurgen, dieser kann mit der neuen technischen Hilfe aber noch präziser operieren als bisher, wie PD Dr. Markus Hirschburger, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, erklärt: „Der neue Da Vinci XI verfügt beispielsweise über ein Kamerasystem mit zusätzlicher Fluoreszenzdarstellung. Das bedeutet, dass die Durchblutung mittels Infrarotlicht transparent dargestellt werden kann. Die Kontrolle der Durchblutung ist beispielsweise dann wichtig, wenn Darmenden nach der Entfernung von Tumorgewebe neu verbunden werden müssen oder eine Entscheidung dazu getroffen werden muss, inwieweit das Organ bei der Entfernung von Nierentumoren erhalten werden kann.“

Doch das hochauflösende Kamerasystem kann noch viel mehr, weiß Prof. Dr. Thomas Hitschold, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und Ärztlicher Direktor des Klinikums: „Das Display liefert ein perfektes dreidimensionales Videobild des OP-Feldes in 10-facher Vergrößerung und erlaubt verschiedenste Blickwinkel innerhalb des Operationsgebietes. Dank dieser ausgereiften Technologie können empfindliche Strukturen wie Nerven besser geschont werden und die nötige Radikalität gegenüber dem Tumor erhalten bleiben, um so radikal wie nötig, aber so schonend wie möglich zu operieren.“ Für den Nachweis der onkologischen Sicherheit bei reduzierter Komplikationsrate erhielt der leitende Oberarzt der Frauenklinik Dr. Matthias Kögel Ende letzten Jahres den Wissenschaftspreis des Rheinland-Pfälzischen Gynäkologentags.

„Hinzu kommt, dass die Roboterposition – anders als beim Vorgängermodell – nicht mehr während der Operation verändert wird, wenn etwa nicht nur in einer Region, sondern im ganzen Bauchraum operiert werden muss“, ergänzt der Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie, Prof. Dr. Georg Hofmockel, die Vorteile des neues Systems.

Im Klinikum Worms operieren Spezialisten der Urologie, Gynäkologie und Allgemein- und Viszeralchirurgie mit dem modernen Da Vinci-System. „In der Urologie kommt der Da Vinci vor allem bei der radikalen Entfernung der Prostata bei Prostatakrebs zum Einsatz. Daneben spielt der Da Vinci auch bei Eingriffen an der Niere oder der Entfernung der Harnblase mit Ersatzblasenbildung eine wichtige Rolle“, berichtet Hofmockel weiter. Im gynäkologischen Bereich werden Da Vinci-Eingriffe unter anderem bei Patientinnen mit bösartigen Gebärmutter-Erkrankungen durchgeführt, während er in der Bauchchirurgie insbesondere bei Operationen von Dick- und Enddarmkrebs zum Einsatz kommt.

Von den Vorteilen des neuen Da Vinci profitieren in erster Linie die Patientinnen und Patienten, wie Hirschburger zusammenfasst: „Operationen mit dem Da Vinci gehen generell mit kleineren Schnitten und einem minimalen Blutverlust einher. Dank der sehr präzisen Präparationsmöglichkeiten können kleinste Blutgefäße und Nerven bestmöglich geschont werden. Es gibt in der Regel weniger Schmerzen und Wundheilungsstörungen und somit einen generell schnelleren Heilungsprozess.“

Neuer Name für den Roboter – Namenswettbewerb für Grundschulen

Was dem neuen High-End-Gerät aus dem Wormser Operationssaal aktuell noch fehlt ist ein Name. Und hier sind die Wormser Grundschulen gefragt. Jede Wormser Grundschulklasse kann einen Namensvorschlag einreichen und hat so die Chance, Taufpate des neuen Da Vinci zu werden. Die Siegergruppe erwartet ein spannender Erlebnistag mit Siegerehrung im Klinikum Worms. Mitmachen kann jede Wormser Grundschulklasse unter www.klinikum-worms.de/namenswettbewerb.

 

Über uns:

Das Klinikum Worms ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 696 Betten, verteilt auf 12 Hauptfachabteilungen und Fachbereiche sowie zwei Belegabteilungen. Aktuell kümmern sich über 1.800 Mitarbeiter um jährlich rund 32.000 stationär und über 40.000 ambulant behandelte Patienten. Das Klinikum Worms gehört damit zu den fünf größten Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz.

Als Schwerpunktversorgung sind im Rahmen des Krankenhauszielplanes die Geburtshilfe, die Unfallchirurgie, die Kardiologie mit Schlaganfall-Spezialstation (Stroke Unit) und die Gastroenterologie ausgewiesen. Darüber hinaus ist das Klinikum Worms als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1 für extrem untergewichtige Neu- und Frühgeborene) sowie Diabetologisches Zentrum ausgewiesen. Zusätzlich sind wir als Onkologisches Zentrum, Brust-, Darm- und Prostatazentrum, Gynäkologisches Krebszentrum sowie Traumazentrum zertifiziert. Im April 2015 erfolgte die Übernahme des Evangelischen Hochstift Worms und damit einhergehend die Etablierung einer eigenen Hauptfachabteilung für Geriatrie (Altersmedizin) mit 30 Betten.

Ebenfalls zum Klinikum Worms gehören ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) und ein Ambulantes Operationszentrum mit drei voll ausgestatteten modernen Operationssälen. Hinzu kommt die ans Klinikum angeschlossene Strahlentherapie-Praxis, die von niedergelassenen Ärzten betrieben wird. Die Ärztliche Bereitschaftspraxis der niedergelassenen Ärzte für Worms befindet sich ebenfalls im Klinikum Worms.

www.klinikum-worms.de

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