Vertrauliche Hilfe nach Gewalt

Medizinische Versorgung und vertrauliche Spurensicherung nach häuslicher oder sexualisierter Gewalt – rund um die Uhr und auch ohne Strafanzeige.

Wer körperliche oder sexualisierte Gewalt erlebt hat, braucht schnelle Hilfe, medizinische Versorgung und einen geschützten Rahmen. Mit dem Angebot „Vertrauliche Hilfe nach Gewalt“ bietet das Klinikum Worms Betroffenen die Möglichkeit, sich nach einer Gewalterfahrung vertraulich medizinisch versorgen zu lassen. Darüber hinaus können mögliche Verletzungen dokumentiert und Spuren gesichert werden – auch ohne vorherige Anzeige bei der Polizei.

Das Wichtigste: Betroffene können sich an jedem Tag, rund um die Uhr und ohne vorherige Anmeldung an das Klinikum Worms wenden.

Hilfe nach häuslicher und sexualisierter Gewalt

Gewalt kann unterschiedliche Formen annehmen und sowohl im persönlichen Umfeld als auch außerhalb stattfinden. Für Betroffene ist es häufig schwer, unmittelbar nach einer Gewalterfahrung zu entscheiden, welche weiteren Schritte sie unternehmen möchten.

Im Klinikum Worms erhalten Betroffene medizinische Hilfe, unabhängig davon, ob sie eine Strafanzeige erstatten möchten. Im Mittelpunkt stehen dabei ihre Gesundheit, ihre Sicherheit und ihre persönlichen Entscheidungen.

Das Angebot umfasst:

  • Vertrauliche medizinische Versorgung nach Gewalterfahrungen

  • Vertrauliche Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt

  • Vertrauliche Spurensicherung nach häuslicher Gewalt

Vertrauliche Spurensicherung – auch ohne Anzeige bei der Polizei

Nach körperlicher oder sexualisierter Gewalt können Verletzungen und andere Spuren wichtige Beweismittel sein. Da diese häufig nur für eine begrenzte Zeit nachweisbar sind, kann eine frühzeitige Untersuchung und Dokumentation sinnvoll sein.

Im Rahmen der „Vertraulichen Hilfe nach Gewalt“ können Verletzungen fachgerecht dokumentiert und mögliche Spuren nach rechtsmedizinischen Standards gesichert werden. Dabei arbeitet das Klinikum Worms eng mit dem Institut für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin Mainz zusammen.

Eine vorherige Strafanzeige ist dafür nicht erforderlich. Betroffene erhalten damit die Möglichkeit, mögliche Beweismittel sichern zu lassen, ohne sich unmittelbar für rechtliche Schritte entscheiden zu müssen.

Medizinische Versorgung und psychosoziale Unterstützung

Neben der medizinischen Untersuchung und Behandlung spielt auch die weitere Begleitung der Betroffenen eine wichtige Rolle. Am Klinikum Worms arbeiten verschiedene medizinische Fachbereiche zusammen, um eine bedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen.

Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin Mainz sowie den Wormser Frauenunterstützungseinrichtungen. Bei Bedarf können Betroffene an weiterführende Beratungs- und Unterstützungsangebote vermittelt werden.

Das Projekt „Vertrauliche Hilfe nach Gewalt“ wird durch das Land Rheinland-Pfalz gefördert.

So erhalten Sie Hilfe am Klinikum Worms

Sie können jederzeit zu uns kommen – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und ohne vorherige Anmeldung.

Anlaufstelle

Frauenklinik am Klinikum Worms
Gabriel-von-Seidl-Straße 81
67550 Worms

Montag bis Freitag, 08:00 bis 16:30 Uhr

Sekretariat der Frauenklinik
Telefon: 06241 501-3500
Ansprechpartnerin: Johanna Buchholz

Außerhalb dieser Zeiten – nachts, am Wochenende und an Feiertagen

Notdienst im Kreißsaal
Telefon: 06241 501-3560

Bitte klingeln Sie direkt am Kreißsaal.

Wichtig: Sie benötigen keinen Termin und müssen keine Strafanzeige erstattet haben, um das Angebot in Anspruch nehmen zu können.

Bei akuter Gefahr wählen Sie bitte die Polizei unter 110. In medizinischen Notfällen erreichen Sie den Rettungsdienst unter 112.